»Weihnachten« von Heinrich Hoffmann von Fallersleben
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»Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein
Stets harren in süßer Lust und Pein.
O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
Teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
So kommt der heilige Christ hinein,
Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,
Die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.
Der heilige Christ an Alle denkt,
Ein Jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu'n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.«
»Weihnachten« von Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
Gewaltig endet so das Jahr mit goldnem Wein und Frucht der Gärten. Rund schweigen Wälder wunderbar und sind des Einsamen Gefährten. Da sagt der Landmann: Es ist gut. Ihr Abendglocken lang und leise gebt noch zum Ende frohen Mut. Ein Vogelzug grüßt auf der Reise. Es ist der Liebe milde Zeit. Im Kahn den blauen Fluß hinunter wie schön sich Bild an Bildchen reiht - das geht in Ruh und Schweigen unter. »Verklärter Herbst« von Georg Trakl Weblinks: Georg Trakl Lyrik-Portal - www.georgtrakl.at Georg Trakl-Portal - www.georgtrakl.de Gedichte: Georg Trakl - Sämtliche Gedichte
Die Welt ist weit und die Wege von Land zu Land, und der Orte sind viele, ich habe alle gekannt, ich habe von allen Türmen Städte gesehen, die Menschen, die kommen werden und die schon gehen. Weit waren die Felder von Sonne und Schnee, zwischen Schienen und Straßen, zwischen Berg und See. Und der Mund der Welt war weit und voll Stimmen an meinem Ohr und schrieb, noch des Nachts, die Gesänge der Vielfalt vor. Den Wein aus fünf Bechern trank ich in einem Zuge aus, mein nasses Haar trocknen vier Winde in ihrem wechselnden Haus. Die Fahrt ist zu Ende, doch ich bin mit nichts zu Ende gekommen, jeder Ort hat ein Stück von meinem Lieben genommen, jedes Licht hat mir ein Aug verbrannt, in jedem Schatten zerriß mein Gewand. Die Fahrt ist zu Ende. Noch bin ich mit jeder Ferne verkettet, doch kein Vogel hat mich über die Grenzen gerettet, kein Wasser, das in die Mündung zieht, treibt mein Gesicht, das nach unten sieht, treibt meinen Schlaf, der nicht wandern will ... Ich w...
Presse dich eng an den Boden. Die Erde riecht noch nach Sommer, und der Körper riecht noch nach Liebe. Aber das Gras ist schon gelb über dir. Der Wind ist kalt und voll Distelsamen. Und der Traum, der dir nachstellt, schattenfüssig, dein Traum hat Herbstaugen. »Herbstaugen« von Hilde Domin Aus: Hilde Domin, Gesammelte Gedichte, 1978, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
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